Förderung der überbetrieblichen Bauausbildung durch das Ministerium

Rund 740.000 Euro werden vom baden-württembergischen Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in die überbetriebliche Ausbildung gesteckt. Das betrifft insgesamt 503 Ausbildungslehrgänge der Gemeinnützigen Berufsförderungsgesellschaft der Württembergischen Bauwirtschaft mbH Stuttgart. Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid begründete die Finanzspritze damit, dass sich die überbetriebliche Ausbildung nach wie vor bewähre und so dazu beitrage, dass weiter qualifizierte Fachkräfte ausgebildet würden. Er übergab den Förderbescheid an den Hauptgeschäftsführer der
Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Herrn Dieter Diener, und den Leiter der Ausbildungszentren, Herrn Dirk Siegel. Das Geld fließt in die Ausbildung von Maurern, Beton- und Stahlbetonmaurern, Baugeräteführern, Straßenbauern, Fliesenlegern und Stuckateuren, die in fünf Ausbildungszentren ihre Lehre machen. Hierbei handelt es sich derzeit um mehr als 4.200 Azubis.

Was macht eigentlich ein Baugeräteführer?

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Dass ein Baugeräteführer, einfach gesagt, ein Baggerfahrer, Baumaschinen bzw. Baugeräte im Hoch-, Tief- und Straßenbau bedient ist klar. Was aber gehört noch zu seinen Aufgaben? Ein Baugeräteführer bedient ganz unterschiedliche Baumaschinen, darunter Planierraupen, Bagger, Walzen oder auch Betonmischer. Neben ihrer Bedienung stellt er aber auch sicher, dass sie sachgemäß am Arbeitsort eintreffen, d.h. er verlädt sie und transportiert sie zur Baustelle. Außerdem gehört zu seinen Aufgaben, die Maschinen und Geräte umzurüsten, z.B. mit Zusatzgeräten, die sich anbauen lassen.
Selbstverständlich gehören auch Wartung und Instandhaltung zur Arbeit des Baugeräteführers, ebenso wie die Geräteprüfung auf ihre Sicherheit und manchmal auch das Mitwirken bei Reparaturen. Der Baugeräteführer fertigt aber auch Skizzen und Zeichnungen an und bereitet Bauarbeiten bzw. Baustellen vor, damit die Baugeräte darauf auch sachgemäß bedient werden können. Die Ausbildung zum Baugeräteführer dauert drei Jahre. Dabei lernt der Auszubildende, wie er oben genannte Dinge umzusetzen hat, welche unterschiedlichen Arbeiten im Baugewerbe vorgenommen werden, wie man mit
bestimmten Baustoffen umgehen muss und vieles mehr.
Quelle: BSZ Aue

Neuer Studiengang: Baubetriebswirt-Plus

 

Besonders nun, nach der anstrengenden Prüfungszeit steht den Schulabgängern eine große Entscheidung bevor. Viele werden sich für ein Studium entscheiden, doch welcher Studiengang liegt mir? Wie wäre es mit dem neuen kooperativen Studiengang Baubetriebswirt-Plus, bei dem in nur
vier Jahren zwei vollwertige Ausbildungen absolviert werden? Dieses deutschlandweite Novum in Sachen Bildung wurde von der Bauwirtschaft Baden-Württemberg und der Hochschule Biberach entwickelt, wobei es sich einerseits um die Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur -kauffrau und um ein Bachelor-Studium der Baubetriebswirtschaft handelt. Gewöhnlich werden sieben Jahre benötigt, um beide Ausbildungen nacheinander zu absolvieren. Die Kombination beider Ausbildungen ermöglicht zum einen ein breit gefächertes Wissen, zum anderen ein praxisnahes Lernen, beide Lerninhalte können zudem sinnvoll miteinander verknüpft werden. Selbstverständlich ist der duale Studiengang auch an ein geregeltes Einkommen von Beginn an gekoppelt. Voraussetzung ist die Fachhochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife bzw. das Abitur. Die Vorteile für ausbildende Unternehmen liegen darin, dass die Auszubildenden sehr vielseitig beschäftigt werden können und nach dem Studium wenig Einarbeitungszeit benötigen, da sie die Abläufe im Unternehmen bereits kennenlernen konnten. Der Studiengang Baubetriebswirt-Plus wird ab dem Wintersemester 2014/2015 angeboten, bereits jetzt können Schulabsolventen sich bewerben. Mehr Informationen gibt es auch auf der Website der Hochschule Biberach (www.hochschule-biberach.de ).