Auch die Baubranche zieht mit, wenn es um Umweltfreundlichkeit geht

Throttle Up!

Bald Vergangenheit: Ab 2014 müssen in Berlin auch ältere Baumaschinen mit Partikelfilter ausgerüstet sein.
Bildquelle: Flickr

Baumaschinen sollen ab 2014 umweltfreundlicher werden, denn sie verursachen derzeit unglaublich viel Dieselruß – in Berlin genauso viel wie der gesamte Straßenverkehr. Moderne Baumaschinen sind bereits besser ausgestattet, doch ab nächstem Jahr müssen ältere Baumaschinen mit Partikelfiltern nachgerüstet werden. Anlässlich dieses Themas wurde am 22. und 23. Mai 2013 ein Workshop zu Partikelfiltern an Baumaschinen gestartet. Ein Problem des derzeit noch hohen Rußausstoßes bei Baumaschinen ist z.B., dass die Umweltzonen-Regelung für sie nicht gilt. Mit dieser Regelung konnte im Straßenverkehr Berlins der Ausstoß schon immerhin um 60% verringert werden, durch die Anbringung von Filtern an Baumaschinen könnte der Ausstoß sogar um 90% verringert werden, so Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr und Umwelt. Beim Workshop im Mai bestand die Möglichkeit, mit Fachleuten zu diskutieren und sich zu informieren. Er wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Zusammenarbeit mit dem VERT-Verein aus der Schweiz – die Schweiz ist Vorreiter, was umweltschonendere Baumaschinen angeht – und dem FAD e.V. aus Dresden organisiert. Außerdem half der TÜV Hessen bei der technischen Beratung. Technisch beratend steht zudem der TÜV Hessen zur Seite. Berlin soll nun also mit gutem Beispiel vorangehen und möglichst viele Kommunen bald nachziehen, sodass wieder ein Schritt in die saubere Zukunft getan werden kann.

Quelle: Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Neuartige Partikelfilter für Baumaschinen in der Entwicklung

Ab 2011 benötigen Bagger, Lader & Co. einen Partikelfilter

Ab 2011 benötigen Bagger, Lader & Co. einen Partikelfilter

Wussten Sie, dass ab dem Jahr 2011 für Bagger, Lader, etc. europaweit neue Grenzwerte für Abgase gelten? Spätestens dann brauchen Baumaschinen auch einen Partikelfilter. Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe tragen Baumaschinen bis zu einem Drittel zur Rußbelastung in unseren Städten bei.

Fachleute des Fraunhofer-Institutes haben ein völlig neuartiges Filtersystem entwickelt, wie das Deutschlandradio kürzlich berichtete. Auszugsweise berichten wir hier in unserem Blog über diese neue Innovation.

Herzstück des neuartigen Filters sind ca. 30 cm lange Keramikstangen, welche zu einem Bündel zusammengefasst werden. Je nachdem, wie man diese hierbei aneinanderfügt, können durch ihre besondere Form kreisförmige jedoch auch rechteckige Filterbündel entstehen, ein teurer Verschnitt muss nicht in Betracht gezogen werden. Auf diese Weise ist die Herstellung effektiver und preisgünstiger als bisher.

Neben der neuen Form der Filter, gibt es eine weitere Innovation – eine eigens entwickelte Keramik-Art aus Siliciumcarbid, die als “SEC” bezeichnet wird. SEC ist unter anderem sehr porös, um eine ebenso hohe Wirkung zu erzielen wie bei Autofiltern.

Die Keramikstangen verfügen im Innern über feine Kanäle, welche wechselseitig auf der einen Seite der Stange verschlossen sind, auf der anderen Seite hingegen offen. Durch die besondere Anordnung der jeweiligen Keramikstangen ist der Filter in der Lage besonders viel Russpartikel aufzunehmen. Aus diesem Grund muss der Filter seltener gereinigt werden, und das, obwohl jede Menge kleiner Russteile hängenbleiben: 99,90% der schädlichen Stoffe werden durch die neuartige Keramik herausgefiltert, versprechen die Entwickler.

Quelle:  Deutschlandfunk (Auszug)