Bau vor schwierigem Jahr

Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) steht der Bauwirtschaft ein schwieriges Jahr bevor. Die wichtigsten Erkenntnisse der Wirtschaftsforscher sollen hier vorgestellt werden.

So musste die Bauwirtschaft im Jahr 2009 einen Umsatzrückgang von vier Prozent hinnehmen. Diese Zahl dürfte nach Ansicht der Wirtschaftswissenschaftler zwar zurückgehen, doch auch vor der neuen Prognose wird ein „Minus“ stehen: Die Umsätze der Branche werden 2010 um etwa 1,5 Prozent zurückgehen.

Die Branche gibt sich dennoch zuversichtlich. Man werde einigermaßen gut über die Runden kommen, wird verlautet. Schwierig könnte es jedoch im darauf folgenden Jahr werden, wenn die Konjunkturpakete auslaufen und das allgemeine wirtschaftliche Umfeld weiterhin schwierig. Sorgen bereitet der Branche zudem eine mögliche Kreditklemme, die Investitionen verzögert oder gar platzen lässt.

„Blaues Auge“ für die Bauwirtschaft

Anlässlich des 1. Deutschen Bauwirtschaftstages 2009 hat die Branche eine Zwischenbilanz des Jahres gezogen und einen Ausblick gewagt. Aus der Einschätzung der Bundesvereinigung Bauwirtschaft möchten wir hier die wichtigsten Daten vorstellen.

Karl-Heinz Schneider, der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, geht für dieses Jahr von einem Umsatzrückgang von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Dies bedeutet ein Rückgang auf ca. 186 Milliarden Euro, die von den 330.000 Mitgliedsbetrieben des Verbandes erwirtschaftet wurden. Aus diesem Grund sprach Schneider von einem „blauen Auge“ für die Branche. Er betonte gleichzeitig, dass die Krise nicht alle Betriebe gleichermaßen betreffe: So müsse das Bauhauptgewerbe die größte Last der Einbußen tragen. In diesem Bereich gehen die Statistiker von einem Rückgang des Umsatzes um 4,7 Prozent aus.

Der Bereich Gebäudetechnik und Dienstleistungen, wie etwa die Vermietung von Baugeräten, dürfte ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Der Verband führte dies unter anderem auf die Konjunkturpakete der Bundesregierung zurück.

Am Ende zeigte sich Schneider aber dennoch zuversichtlich, dass die Unternehmen trotz der kurzfristigen Rückschläge ihre Investitionen schon bald wieder erhöhen. Gleichzeitig hoffe er, dass die neue Regierungskoalition die Stellung mittelständischer Unternehmen verbessert.

Quelle: Bundesvereinigung Bauwirtschaft (Auszug)